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GFC verpasst in Neustrelitz nur knapp den Sieg

03.11.2018

GFC-Trainer Roland Kroos sprach nach dem 1:1-Unentschieden bei der TSG Neustrelitz von zwei verlorenen Punkten. Die Tore im Spitzenspiel erzielten N-Diaye für die TSG und Frank Rohde für den Greifswalder FC.


Am Freitagabend holte der Greifswalder FC nur einen Punkt in Neustrelitz beim Regionalabsteiger. „Es sind zwei verschenkte Punkte. Wir waren das bessere Team und hatten die klareren Torchancen“, sagte GFC-Coach Roland Kroos nach dem Spiel. Am Ende hieß es aber nur 1:1-Unenstchieden für die Greifswalder, die mit dem Ergebnis nicht zufrieden waren. Rückkehrer Charbel Chougourou: „Wir haben wirklich gut gespielt, aber am Ende fehlen uns zwei Punkte, die wir verdient gehabt hätten“, so der 24-jährige. Nach 90 aufregenden Minuten in einem hochklassigen Oberliga-Spiel hatte der GFC das Chancenplus auf seiner Seite, aber mehr als ein Tor für die Greifswalder sollte es am Ende nicht werden. 

In der Partie war von Beginn an Feuer drin. Die Hausherren der TSG Neustrelitz konnten die Anfangsphase mit viel Ballbesitz etwas dominieren, aber große Chancen blieben für die Neustrelitzer aus. Am gefährlichsten war da noch eine Flanke in den Fünfmeterraum, die GFC-Kapitän John Berger klären konnte. Danach spielte der GFC die gebotenen Räume besser aus und kam zu Chancen. Die erste Gelegenheit hatte Frank Rohde, der von Peterson Appiah bedient wurde, den Ball aber nicht richtig traf und den Schuss dementsprechend nicht zielgerichtet aufs gegnerische Tor bringen konnte. Wenige Minuten später spielte Rohde Appiah frei, der den Keeper der TSG umkurvte und das leere Tor sah. Der Winkel zum Tor war aber zu spitz und Appiah traf nur das Außennetz. 

Vor der Führung der TSG Neustrelitz verfehlten zwei Fernschüsse von GFC-Linksfuß Mike Bütterich das Gehäuse nur ganz knapp und mittlerweile wäre eine Führung der Greifswalder nicht unverdient, doch dann leistete sich GFC-Keeper Martin Leu einen Fehler, den TSG-Stürmer Djibril N’Diaye ausnutzte und ins leere Tor einschoss. „Natürlich war es ein Torwartfehler, aber ich mache Martin überhaupt kein Vorwurf. Martin ist ein klasse Keeper, der uns in dieser Saison schon viele Punkte gebracht hat“, sagte GFC-Coach Roland Kroos nach der Partie und stärkte seiner Nummer eins den Rücken. 

Mit der überraschenden Führung im Rücken, hätten die TSG-Kicker den Sack wohl schon kurz nach Wiederanpfiff zu machen können. Die komplette GFC-Defensive verschlief die Anfangsminuten und hatte Glück, dass Dmytro Pylypchuk freistehend aus knappen fünf Metern über das Tor schoss. Die GFC-Kicker fingen sich dann wieder und spielten dann den besten Angriff in dem Spiel, der dann auch zum Ausgleich führte. Peterson Appiah eroberte sich auf der rechten Außenbahn den Ball und zog nach innen, spielte einen Doppelpass mit Arkadiusz Czarnecki und lief plötzlich allein auf TSG-Torhüter Junghan zu. Appiah machte es aber uneigennützig und legte den Ball nochmal quer auf Frank Rohde, der ganz locker ins leere Tor einschoss. 

Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich tauchte GFC-Stürmer Peterson Appiah auf der linken Seite aus und wurde dann grob von Nils Röth von den Beinen geholt. Schiedsrichter Tobias Hagemann zögerte überhaupt nicht und zog die rote Karte für den Verteidiger. Die 305 Zuschauer tobten nach dieser Entscheidung und verstehten die Welt nicht mehr. „Für mich war die Entscheidung nicht nachvollziehbar“, sagte TSG-Trainer Tomasz Grzegorczyk. Ganz anders sah es GFC-Coach Roland Kroos: „Man konnte da schon die rote Karte geben. Am Ende musste Peterson Appiah sogar verletzt runter und konnten nicht mehr weiter spielen.“ Bei Peterson Appiah sah es gar nicht gut aus. Röth traf den schnellen GFC-Stürmer am Sprunggelenk. „Momentan wissen wir noch nicht was es genau ist, aber es sieht nicht gut aus“, sagte Kroos zum möglichen längeren Ausfall Appiah’s. 

Die Hitzigkeit blieb bis zum Schlusspfiff erhalten, denn die TSG stellte sich jetzt noch tiefer hinten rein um den Punkt zu retten und am Ende hielt die Verteidigung des Regionalliga-Absteigers auch, allerdings gab es noch eine Aktion, die dem GFC wohl den Sieg gebracht hätte. Der eingewechselte Maxim Banaskiewicz holte sich im Strafraum den Ball von TSG-Kapitän Luksik, der überrascht war und Banaskiewicz zu Boden brachte, doch das Schiedsrichterteam entschied auf Freistoß für die TSG. Eine fragwürdige Entscheidung, die die GFC-Spieler nicht verstehen konnten. Für die Greifswalder zwei Punkte, die den Abstand zu den beiden Spitzenteam Lichtenberg und Tennis Borussia vergrößern. 

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